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Übersetzungssprachen

Übersetzung: Hindi

Hindi ist eine indoarische Sprache bzw. ein Dialektkontinuum, das vor allem in den zentralen und nördlichen Regionen Indiens verbreitet ist. Es ist eng mit Urdu verwandt, das sich durch besonders viele persische und arabische Entlehnungen sowie durch die Verwendung der arabischen Schrift auszeichnet, während Hindi die Devanagari-Silbenschrift nutzt.

Im engsten Sinne bezeichnet der Begriff „Hindi“ die Standardsprache Hindi, eine sanskritisierte Form des Khari Boli, die von einer Reihe persischer Entlehnungen aus der Zeit der Mogulherrschaft bereinigt wurde. In Indien ist diesem Hindi verfassungsrechtlich der Status der offiziellen Staatssprache zuerkannt, gemeinsam mit Urdu und drei Varietäten des Hindi im weiteren Sinne.

Das Standard-Hindi, das am 26. Januar 1965 zur Amtssprache Indiens wurde, wird von der Zentralregierung verwendet. Gesprochen wird Hindi vor allem in nördlichen Bundesstaaten wie Haryana, Rajasthan, Uttar Pradesh, Himachal Pradesh, Delhi, Uttarakhand, Madhya Pradesh, Bihar, Chhattisgarh und Jharkhand.

Hindi ist die zweitwichtigste Sprache der Andamanen und Nikobaren. Darüber hinaus wird es in ganz Zentral- und Nordindien neben Panjabi, Bengali, Gujarati und Marathi verwendet. Das Standard-Hindi ist für die Bewohner einiger anderer Regionen Indiens und der Nachbarländer (Nepal, Bangladesch und Pakistan) verständlich.

Gemessen an der Zahl der Sprecher nimmt Hindi einen der führenden Plätze weltweit ein – nach der Zahl der Muttersprachler steht es nur hinter Chinesisch. Nach Angaben für das Jahr 2001 beträgt die Zahl der Menschen, die im Alltag verschiedene Hindi-Dialekte nutzen, 422 Mio., was etwa 41 % der Gesamtbevölkerung Indiens entspricht.

Geschichte der Sprache

Man geht davon aus, dass Hindi aus dem Shauraseni-Prakrit hervorgegangen ist, wobei es keine allgemein anerkannte Auffassung über den Zeitpunkt seiner Entstehung gibt. Höchstwahrscheinlich entstand es in Form lokaler Dialekte. In der Epoche des Mogulreichs und des Sultanats von Delhi, wo Persisch als Amtssprache diente, nahm der als Khari Boli bezeichnete Hindi-Dialekt eine Vielzahl arabischer und persischer Wörter auf.

Besonderheiten der Sprache

Die Bestimmung der Dialekte dieser Sprache ist außerordentlich komplex. In der Regel werden die Dialekte, die zum eigentlichen Hindi gehören, in zwei Gruppen unterteilt: Ost-Hindi und West-Hindi.

Im Großen und Ganzen ähnelt Hindi anderen neuindischen Sprachen. Phonetisch zeichnet es sich durch den Schwund einer ganzen Reihe auslautender Vokale und Konsonanten aus, in der Morphologie durch das Fehlen synthetischer Konjugation und Deklination und im lexikalischen Bereich durch einen Reichtum an arabischen und persischen Wörtern.

Die Schrift des Hindi wird durch das Devanagari-Alphabet repräsentiert, das in religiösen Büchern verwendet wird. Die weltliche Variante dieses Alphabets heißt Nagari. Die Kursivform des Nagari, die von Schreibern verwendet wird, trägt den Namen Kaithi oder Kayasthi. Seine weitere Abwandlung, die in der Händlerschicht üblich ist, heißt Mahajani oder Surafi. Neben diesen Schriftvarianten können indische Muslime auch die arabische Schrift verwenden.